AMAG First Rennsport Saison-Rückblick 2020

Das «Corona-Jahr 2020» hat uns alle mit vielen neuen, ungewohnten und teils schwierigen Herausforderungen konfrontiert. Wir wussten Anfang des Jahres nicht, ob die Rennsaison im normalen Rahmen durchgeführt werden kann. Durch diese spezielle Situation wurde die Planung für die AMAG First Rennsport Saison 2020 auf eine harte Probe gestellt. Erleichtert stellten wir dann aber fest, dass uns unsere Stammfahrer trotz aller Hindernisse treu blieben und es kaum erwarten konnten, mit den Porsche Cayman 718 GT4 Clubsport’s die Rennstrecken Europas unsicher zu machen. Allen Widrigkeiten zum Trotz konnten wir sogar neue Fahrer zu unserem Team dazugewinnen, sodass alle unsere sechs Porsche Cayman 718 GT4 Clubsport’s «on track» präsent waren. Zudem durften wir noch einen 981 GT4 Clubsport betreuen. Und damit nicht genug: Zusätzlich konnten wir wieder einen neuen Porsche 991 GT3 Cup betreuen sowie mehrere strassenzugelassene Fahrzeuge in unserem AMAG First Rennsport Team begrüssen.

Trübe Aussichten zum Saisonstart

Leider fielen die ersten zwei Trainings des Porsche Sports Cup Suisse dem Corona Virus zum Opfer und konnten nicht durchgeführt werden. Auch der 1. Lauf in Spielberg stand unter einem schlechten Stern und wurde schlussendlich definitiv abgesagt. Ebenso konnte der 2. Lauf in Le Castellet von Anfang Juni nicht durchgeführt werden. Doch «aufgeschoben ist nicht aufgehoben»; und so wurde ein Verschiebedatum im August festgelegt. Der 3. Lauf in Hockenheim - und somit der überhaupt erste Lauf dieser Saison - konnte planmässig mit den umgesetzten Schutzmassnahmen durchgeführt werden. Die Vorfreude beim AMAG First Rennsport Team sowie bei allen Fahrern war riesig.

Lichtblick am Horizont

Auch das Introduction to Racetrack Programm durfte endlich aus den Startlöchern und konnte unter den strengen Schutzmassnahmen etwas verspätet in die Saison starten. Zu unserer grossen Freude durften wir auch hier noch einmal viele Stammfahrer aber auch einige neue Gesichter begrüssen. In Hockenheim beispielsweise war das Introduction to Racetrack Programm innert weniger Tage ausgebucht und wir spürten einmal mehr, dass es unsere Kundinnen und Kunden kaum erwarten konnten, wieder aufs Gaspedal zu drücken.

Rückblickend war der Saisonstart in Hockenheim entgegen aller anfänglicher Startschwierigkeiten ein immenser Erfolg für jeden einzelnen Fahrer. Und auch wenn unser AMAG First Rennsport Team gleich beim ersten Turn durch einen Unfall eines Rennfahrzeuges ziemlich gefordert und auf Trab gehalten wurde, konnten wir mit 1000% Einsatz wieder alles in die gewünschte Richtung lenken. Kurz: Unser Fahrer war wieder zurück im Rennen.

Die Saison läuft auf Hochtouren

Nur vier Wochen später stand der Lauf in Le Castellet auf dem Programm. Dem AMAG First Rennsport Team blieb nicht viel Zeit, um die Fahrzeuge vorzubereiten, denn zwei Wochen später fand schon Imola statt. Dies erforderte von jeder und jedem Höchstleistung und Einsatz über Grenzen hinweg. In Imola hatten wir - wie schon in den Jahren davor - mit der sommerlichen Hitze zu kämpfen, was uns aber noch nie aus der Ruhe bringen liess. Spontan haben wir diesem «Problem» schnell ein Ende gesetzt und einen Pool vor unseren Boxen aufgestellt, so gab es für alle eine freiwillige oder unfreiwillige – kühlende Erfrischung zwischendurch. Ausserdem mussten in diesem Jahr Corona bedingt die beliebten Grillabende vom Veranstalter abgesagt werden, woraufhin wir uns spontan dazu entschieden, einen eigenen Grillabend auf dem Rennplatz durchzuführen und den Zusammenhalt im Team noch mehr zu stärken. Alle – vom Porsche Sports Cup Suisse Fahrer über den Introduction to Racetrack Kunden bis hin zum Mechaniker - haben mit angepackt, um die Idee zu realisieren. Und so konnte schliesslich die gesamte AMAG First Rennsport Familie – selbstverständlich unter Einhaltung des Abstandes – gemeinsam an einem langen Tisch sitzen und über vergangene Stunden diskutieren und das gemütliche Beisammensein geniessen.

Am Limit in Mugello

Ende September durften wir in die schöne Toskana nach Mugello fahren. Die Wetterbedingungen waren für alle Beteiligten sehr hart. Sonne und Regen wechselten sich im Minutentakt ab, wodurch die richtige Reifenwahl noch mehr Gewichtung bekam. Für das AMAG First Rennsport Team war es immens wichtig, den Überblick zu behalten und sich noch besser als sonst zu organisieren, sodass die Boxenstopps schnell und sauber durchgeführt werden konnten.

Getrübt von den schwierigen Wetterbedingungen mussten wir leider einen harten Unfall einstecken. Das Team wusste sofort, dass nicht viel Zeit blieb, um das Rennfahrzeug wieder für den letzten Lauf in Misano zu reparieren. Der Aufwand war gross: Die komplette Karosserie musste ersetzt werden und zu allem Überfluss kam diese erst vier Tage vor dem Startschuss in Misano. Überdies musste der ganze Motor inklusive des Getriebes, die Vorder- und Hinterachse, der Tank, die Feuerlöschanlage mit allen Leitungen und der gesamte Innenraum umgebaut werden. Jede Schraube und jeder Halter mussten in der neuen Karosserie verbaut werden. Zudem musste das komplette Setup neu eingestellt werden. Eine echte Herausforderung - aber mit viel Schweiss und Benzin im Blut konnte das AMAG First Rennsport Team das fast Unmögliche möglich machen und organisierte sogar noch eine neue Folierung. Das Fahrzeug war fast nicht mehr wiederzuerkennen und wurde dank Teamgeist sowie guter Planung und unermüdlichem Einsatz mit endlosen Überstunden rechtzeitig fertig.

Grosses Highlight zum Saisonabschluss

Misano ist jeweils für alle immer das Highlight zum Saisonende. So freute sich auch die AMAG First Rennsport Familie auf das letzte Rennen in diesem speziellen Jahr besonders. Die Fahrer sowie das Team standen vor einer grossen Herausforderung, da es in Misano zwei Sprintrennen sowie das «Zwei Stunden Nachtrennen» zu bewältigen gab. Ungeachtet dessen durften wir zahlreiche Erfolge und Podestplätze feiern und konnten uns einmal mehr als erfolgreich beweisen: Zum vierten Mal in Folge konnten wir den 1. Platz in der Teamwertung erreichen. Auch in der Gesamtwertung der Porsche GT4 Challenge konnten wir den 1., 2. und 3. Platz erringen, welch ein Erfolg! Wir sind echt stolz auf unsere AMAG First Rennsport Familie!

Mit Herzblut in die neue Saison

Anfangs Jahr hätten wir es nicht gedacht, aber rückblickend konnten wir die sehr spezielle und herausfordernde Saison dennoch mit vielen positiven Highlights sowie einer Menge Spass und der gewohnten familiären AMAG First Stimmung prägen. Dieses Jahr hat uns ein weiteres Mal gezeigt, dass wir mit jeder Herausforderung klarkommen können. Die Vorfreude auf die Saison 2021 ist somit riesig und wir werden mit viel Liebe zum Detail unser Bestes geben, um die kommende Saison noch besser als alle anderen zu machen!